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Warum überhaupt investieren?
Reicht mein Geld auf dem Konto nicht?
Stell dir vor, du legst heute 10.000 € auf dein Konto und lässt sie dort 10 Jahre liegen. Danach stehen auf dem Konto immer noch 10.000 €. Klingt sicher, oder?
Die Preise steigen
Fast alles wird mit der Zeit teurer: Brot, Miete, Benzin. Das nennt man Preissteigerung (Inflation).
Ein Beispiel: Steigen die Preise jedes Jahr um 2 %, kannst du dir mit deinen 10.000 € nach 10 Jahren nur noch so viel kaufen wie heute mit etwa 8.200 €. Die Zahl auf dem Konto bleibt gleich. Aber du bekommst weniger dafür.
Was Investieren bedeutet
Investieren heißt: Du gibst dein Geld nicht aus, sondern kaufst damit Anteile an Firmen. Wenn diese Firmen wachsen und Gewinne machen, kann dein Geld mitwachsen.
Über lange Zeit sind Aktien weltweit im Schnitt gestiegen, und zwar stärker als die Preise. Aber nicht gerade nach oben: Es gab immer wieder Jahre mit großen Verlusten. Was früher passiert ist, ist keine Garantie für die Zukunft.
Bevor du anfängst
- Ein Notgroschen kommt zuerst. Behalte Geld für Notfälle auf dem Konto, zum Beispiel für eine kaputte Waschmaschine. Eine verbreitete Faustregel sind drei Monatsausgaben.
- Teure Schulden zuerst abbezahlen. Ein Dispokredit kostet oft mehr, als ein Investment bringt.
- Nur Geld, das du lange nicht brauchst. Plane mit mindestens 10 Jahren. Dann hast du Zeit, schlechte Jahre abzuwarten.
Im nächsten Schritt schauen wir uns an, was du beim Investieren eigentlich kaufst.
Probier es aus: Was ist dein Geld in einigen Jahren noch wert?
Nach dieser Zeit kaufst du mit 10.000 € nur noch so viel wie heute mit 8.200 €. Das sind 1.800 € weniger, obwohl auf dem Konto nichts fehlt.
Rechenbeispiel mit gleicher Preissteigerung in jedem Jahr. In Wirklichkeit schwankt sie von Jahr zu Jahr.